Substanzaufnahme

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Eine schwarze Flüssigkeit formiert sich in einem sterilen Raum zu einem schwarzen stacheligen Haufen, der langsam aber stetig wächst. In einer weiteren Szene tritt ein schwarzes Etwas aus einer Fläche hervor. Eine befremdlich wirkende Substanz baut sich auf und fällt wieder in sich zusammen. In einer Theatralik zwischen Komik und Unheimlichkeit werden gewohnte Raumwahrnehmungen irritiert. Die merkwürdig anmutende Flüssigkeit wird in dem Film "Substanzaufnahme" mittels Magneten in kleinen Raummodellen stimuliert. Bei der Flüssigkeit handel es sich um sogenanntes Ferrofluid, eine Art Öl, die Nanopartikel von Eisen enthält und somit auf magnetische Felder reagiert. Diese Flüssigkeit findet zum Beispiel im Druckertoner und in alten Festplatten Verwendung, um digitale Bilder zu generieren. Im Film "Substanzaufnahme" wird diese Flüssigkeit nicht digital, sondern analog verwendet, um plastische Formen in Szene zu setzen.