City of Quartz

Text

"Die Fotoserie "City of Quartz" kreist um die Wahrnehmung von Architektur. Es sind subjektive Architekturporträts, die nicht einen fixen Standpunkt, sondern Bewegung suggerieren. Mit einer Methode der analogen Mehrfachbelichtung, bei der direkt in der Kamera mehrere Ansichten zu einem Bild collagiert werden, verdichtet Oppl differierende Perspektiven zu Bündeln von ineinanderlaufenden Architektur- und Raumausschnitten. Die Fotografien muten wie Erinnerungsdiagramme an, in denen aufeinanderfolgende Blickwinkel wie bei einer Bewegung über einen Platz oder um ein Gebäude gesammelt werden. Auf gewisse Weise symbolisieren sie unser Gedächtnis, in dem sich Bilderfolgen und zeitliche Abläufe in komplexen Netzen und Knotenpunkten manifestieren. Die Resultate beinhalten bei den Fotografien ebenso wie in den Erinnerungsspuren des Gedächtnisses Anteile, die zufällig, unkontrollierbar und subjektiv sind (…)."

Jürgen Tabor